Seit 2 Monaten B-frei

#1
Hallo,

ich habe seit meinem 15. Lebensjahr Bulimie (also seit ca. 20 1/2 Jahren).
Nun habe ich es zum ersten Mal überhaupt geschafft aus einer tiefen Überzeugung heraus mit dem Erbechen aufzuhören (seit genau 2 Monaten).
Ich ernähre mich nun sehr gesund (kein Weizen, kein raffinierter Zucker, kein Kaffee, kein Alkohol, keine künstlichen Zusätze). Rauchen tu ich auch nicht mehr.
An manchen Tagen war es schwer, aber meistens komme ich jetzt damit sehr gut klar.
Jetzt kommt das große ABER:
Ich nehme nicht ab, sondern habe sogar **kg zugenommen.
Ich war niemals untergewichtig, sondern eher normal bis über-normal-gewichtig.
Und das deprimiert mich jetzt dann doch ein wenig wieder.
Ich dachte ja doch, dass das ein schöner Nebeneffekt sein könnte zu der natürlich besseren Lebensqualität.
Jetzt habe ich im Internet hin und wieder mal über dieses Thema etwas nachlesen können, aber nie so konkret.
Ja, mir ist schon klar, dass mein Körper sich gar nicht auskennt, wenn er nach über 20 Jahren aufeinmal fast nur gesundes mit vielen Nährstoffen erhält und dass er das dann noch von Anfang bis Ende normal verwerten darf bzw. muss.
Ich versuche mir das so oft ich kann klar zu machen, dass mein Körper sicher noch Zeit braucht, um sich auf ein normales Level einzustellen, aber wieviel Zeit ist etwas Zeit.
Dauert das noch Monate, Jahre oder niemals ???
Ich glaube, wenn ich wüsste, dass sich das normal einpendelt mit dem Gewicht, dann würde ich auch viel gelassener weiter machen können mit meiner bulimielosen Zeit.
Kann mir hier jemand einen Rat geben oder war/ist vielleicht jemand in der gleichen Situation ?
Oder kennt jemand Ärzte die einem hierzu wirklich fachliche kompetente Auskunft geben können ?

Danke und Grüße !
Zuletzt geändert von Caruso am Fr Mai 24, 2019 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Seit 2 Monaten B-frei

#2
Hallo ABangie,

ich kann dich sehr gut nachvollziehen, denn das ganz gleiche mache ich auch gerade durch.

Es ist einfach so gemein, wenn man sich total gesund ernährt und der Körper trotzdem auf einmal macht was er will.

Für mich ist es auch sehr sehr schwer, zu akzeptieren dass ich zugenommen habe und das obwohl ich fast komplett auf alles verzichte was in irgendeiner Art und Weise ungesund ist.
Kein Vergleich zu vorher.
Ich muss auch wirklich sehr sehr stark bleiben, um nicht doch wieder rückfällig zu werden.

Ich kann dir leider auch nicht sagen, ob und wann sich der Körper daran gewöhnt und normalisiert.
VIelleicht ist es aber auch einfach so, dass man selbst versuchen muss zu lernen dass das Bäuchlein nach dem Essen etwas mehr hervorsteht, was ja logisch ist, wenn man gegessen hat.

Mein Körper hat auch wie ein Hamster erstmal alles an Fett gespeichert was er nur konnte und das auch noch an Stellen wo es mir überhaupt nicht passt.

Ich versuche abends weniger zu essen, damit fühle ich seither zumindest ein bisschen wohler.

Hast du denn körperliche Schäden davon getragen? Zähne, Hormone, Unfruchtbarkeit, Magenbeschwerden etc?

Freue mich auf deine Antwort und hoffe du bist weiterhin tapfer.
cron