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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
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 Betreff des Beitrags: Der letzte Schritt hinaus..
BeitragVerfasst: Mo Okt 22, 2018 14:08 

Registriert: 22 Okt 2018
Beiträge: 4
Hallo ihr Lieben! :)

Ich könnte einen ganzen Roman schreiben, aber ich versuche mich mal, "kurz" zu fassen und entsprechend der Regeln auch nicht zu viele Details hinein zu bringen.
Ich bin w/27 und leide seit meinem 17. Lebensjahr an Bulimie.
Auslöser bzw. das eigentliche Grundproblem ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline, welche in früher Jugend sehr falsch behandelt wurde (denkt euch das klassische Familiendrama blabla Zeugs dazu..). Als Kompensationsmechanismus hat eine Phase des Hungerns die Selbstverletzung abgelöst und als das dann "behandelt" wurde, bin ich immer weiter in die Bulimie gefallen. Ich habe dann ein paar Jahre lang ein Doppelleben geführt, Schule, Abi, Studium, Job, Beziehung, Schein waren - und zuhause alleine die Ess- und Brechanfälle. Ich war irgendwann mental so im A****, dass ich gar nicht mehr in der Lage war, mich irgendwie wahr zu nehmen, geschweige denn, mein Bedürfnis nach Hilfe zu kommunizieren. Ich habe mich dann irgendwann dem Laufsport sehr extrem hingegeben, zunächst, um noch weiter abzunehmen. Ich habe denn aber den Sport zu lieben gelernt, dass ich damit erfolgreicher werden wollte - und Marathons laufen sich nunmal nicht so gut ohne Nahrung. Also fing ich "zwangsweise" Stück für Stück an, wieder zu essen, hatte die Anfälle aber trotzdem noch. Das ging ein paar Jahre, bis sich der Sport zu einer Sucht entwickelt hat, die mich nur noch weiter fertig gemacht hat. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass ich mich in einer tiefen Depression befand und irgendwann war mein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und die Sehnsucht nach einem Ende von all dem so extrem, dass ich wirklich wirklich Angst hatte, etwas dummes zu tun. Ich bekam aufgrund der Situation zum Glück sofort einen Therapieplatz und wurde erstmal medikamentös eingestellt. Die Therapeutin (ich bin immer noch in Behandlung) ist großartig, sie halt mir ganz ganz viel, überhaupt erst einmal die 100 Baustellen zu definieren und Stück für Stück "aufzuräumen" und zu lernen, Emotionen überhaupt erst richtig zu deuten und mit ihnen umzugehen. Soweit, so gut. Ich habe schon ganz ganz viel geschafft und die Bulimie hat nun nach langer Arbeit endlich ihren "Zweck" der Kompensation verloren, sodass geplante Fressanfälle gar nicht mehr vorkommen. Ab und zu passiert es noch, dass ich zu viel esse und dann mit der Menge nicht klar komme und mich dann übergebe, aber das ist gar nichts im Vergleich zu früher und ich esse größtenteils normal.

Seit vielen vielen Monaten beiße ich aber bei den Versuchen auf Granit, mit meinem Körper und den Veränderungen klar zu kommen. Man soll ja keine Zahlen nennen, aber ich war schon ziemlich dünn (jedoch nicht krankhaft untergewichtig) und habe einige *Kilo zugenommen und bin nun im Normalgewicht (bei einer verhältnismäßig hohen Muskelmasse aber einem normalen KFA).
Ich WEIß, dass das gesund ist und natürlich geht es meinem Körper sehr viel besser und ja, natürlich ist so betrachtet natürlich alles sehr viel besser als zu der Zeit, als ich noch richtig krank war. Ich kann alles machen, ich habe ein spontanes Sozialleben und bin sportlich sehr erfolgreich - dennoch habe ich da irgendwie ein "Brett vor dem Kopf", es macht einfach nicht Klick.
Ich weiß die ganzen positiven und tollen Dinge, trotzdem fühle ich mich minderwertig und unwohl, nur weil ich nun nicht mehr nur Muskeln und Haut habe, sondern eben auch hier und da eine kleine weibliche Rundung (im Sinn von ich habe eine Hüfte statt nur Knochen). Ich komme damit nicht klar, mich anzufassen und nicht direkt auf Knochen zu stoßen. Es löst bei mir ein Gefühl von Angst bis hin zu Unsicherheit und Ekel aus. Ich WEIß. dass es irrational ist, aber es verändert sich nicht und ich drehe mich dabei trotz aller Versuche im Kreis.

Kennt ihr das..? Habt ihr Tipps/Erfahrungen für mich? Über ein bisschen Austausch wäre ich dankbar...

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Schritt hinaus..
BeitragVerfasst: Mo Okt 22, 2018 23:06 

Registriert: 10 Okt 2012
Beiträge: 138
gib dir zeit
du machst das gut

solange du noch essgestörtes verhalten zeigst
befeuert du auch noch die körperschemastörung

hab geduld mit dir und deinem körper
ihr müsst noch zusammenwachsen
das dauert


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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Schritt hinaus..
BeitragVerfasst: Di Okt 23, 2018 6:53 

Registriert: 22 Okt 2018
Beiträge: 4
Danke.
Mein Problem ist - wobei ich mir in der Therapie auch den Mund fusselig rede - dass ich nicht wirklich weiß, wie ich dem schlechten Körperbild entgegen wirken kann.
Auch wenn man das im Untergewicht natürlich auch anders sieht, aber irgendwo in seiner Vernunft weiß man ja, dass man dünn ist und dass es eigentlich okay wäre, zuzunehmen.
Nun bin ich aber nicht mehr dünn (ich esse seit Ende 2016 "normal", von gelegentlichen Rückfällen abgesehen) in dem Sinne und daher finde ich absolut keine Rechtfertigung für mich, mir zu erlauben, auch mal Gewichtsschwankungen nach oben zu haben. Ich weiß, dass ich noch lange nicht "dick" im gesundheitlichen Sinn bin, aber ich finde keine Erlaubnis dafür. Ich weiß, dass ich dafür Selbstliebe aufbauen müsste, die nicht von Leistungen abhängig ist - aber wie soll man das, wenn man sich immer wieder abartig mies fühlt? Mir geht dieser Kreislauf einfach so auf den Geist :( Geht ja nun auch schon ganz schön lange so..


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