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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2018 19:53 

Registriert: 16 Apr 2018
Beiträge: 1
Hallo,

ich bin neu hier und weiß nicht, ob sich viele diesen Beitrag durchlesen werden, aber ich weiß im Moment einfach nicht mehr weiter ...

Zu meiner Geschichte: Ich werde nur das nötigste erzählen, damit ihr meine Situation nachvollziehen könnt. Meine Eltern haben sich vor etwa fünf Jahren getrennt, kurz darauf erkrankte meine erste Schwester an Magersucht. Es folgte das übliche Prozedere, unzählige Klinikaufenthalte, Krankenhauseinlieferungen, aber nichts half so wirklich. Dann kam sie nach zwei Jahren, als sie einigermaßen stabil war, in eine Wohngruppe für Essgestörte. Der Freund meiner Mutter, der uns alle in dieser Zeit wie ein Vater unterstützt hatte, trennte sich von ihr, weil er das alles nicht mehr aushielt, was für uns alle ein erneuter Schock war. Etwa ein Jahr später erkrankte meine andere Schwester, kurz darauf wurde sie in die Psychatrie eingewiesen und versuchte auch einmal, sich das Leben zu nehmen. Inzwischen geht es ihr wieder einigermaßen gut, aber meine Mutter, die schon immer übervorsichtig und ständig nur um uns besorgt war, hat darunter vermutlich noch mehr gelitten als wir anderen.

Nun zu mir: Ich habe vor etwa anderthalb Jahren begonnen, abzunehmen. Dabei habe ich aber nicht den essgestörten Weg gewählt, sondern mich gesund ernährt und viel Sport getrieben. Ich habe mich weder übergeben, noch tagelang gehungert. Im letzten Sommer hatte mein Gewicht allerdings einen kritischen Punkt erreicht und meine Mutter ist komplett ausgerastet. Sie hat sowieso immer an mir herumgestichelt, wenn ich mir etwas gesundes zu essen gemacht hat, und hat mir nun vorgeworfen, unglaublich dumm und blöd zu sein und dass sie mich ebenfalls in die Klinik einweisen werde, wenn ich nicht mindestens * *Kilo zunehmen werde.

Inzwischen lebe ich allein und stecke mitten in den Abiturprüfungen. An den Wochenenden gehe ich zudem regelmäßig arbeiten, um Geld zu verdienen. Im Oktober habe ich mich erstmals absichtlich übergeben, nachdem ich auf einem Geburtstag Unmengen an Essen gegessen habe. Danach war es wieder normal, aber seit der Klausurenphase im Februar hat es erschreckende Ausmaße angenommen. Erst war es nur einmal wöchentlich, jetzt passiert es beinahe alle drei Tage. Ich bin total fertig und ständig nur am Heulen. Ich kann niemandem davon erzählen, denn wie würde mein Umfeld nach der Geschichte mit meinen Schwestern darauf reagieren? Ich habe auch nur einen wirklich guten Freund, aber der wohnt nicht in meiner Stadt und kann mir dementsprechend nur begrenzt helfen. Ich bin so voller Angst, dass ich mein Abitur durch diesen Scheiß verhaue, denn ich bin eigentlich sehr perfektionistisch und habe große Ansprüche an mich selbst und kriege es einfach nicht auf die Reihe, regelmäßig zu lernen, ohne dass eine FA gefolgt von stundenlangem Erbrechen die Folge ist. Noch dazu hat meine Mutter den Schlüssel zu meiner Wohnung und kann jederzeit unangekündigt auftauchen, und was, wenn ich mich dann gerade übergeben habe? Sie würde erneut ausrasten und mich nicht unterstützen, so wie ich es mir wünsche. Sie würde mir auch nicht glauben, dass diese extreme Form der Essstörung erst seit Kurzem besteht, sie würde mir nicht einmal zuhören.

Es macht mich total fertig, meiner Verwandtschaft die ganze Zeit vorzuspielen, dass alles in Ordnung ist. Und alle sind stolz auf mich, weil ich die einzige bin, die "alles so gut hinbekommt". Dabei kriege ich im Moment gar nichts hin. Ich bin so müde und habe solche Panik davor, meine Prüfungen zu verhauen, davor, durch die Fressattacken zuzunehmen, ich hasse mich einfach nur selbst im Moment, manchmal so sehr, dass ich einfach nur willl, dass diese furchtbare Leere, die ich ständig in mir spüre, IRGENDWIE verschwindet ...

Kann mir jemand einen Ratschlag geben, was ich machen soll? Ich weiß einfach nicht mehr weiter ....


Zuletzt geändert von Caruso am Mo Apr 16, 2018 21:16, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Mai 10, 2018 20:42 

Registriert: 08 Mai 2018
Beiträge: 5
Liebe ShiroiAkuma,

ich kenne deine Situation nur zu gut. Diese Heimlichtuerei kostet unglaublich viel Energie. Dazu kommt die körperliche Schwäche durch die Anfälle und dann auch noch die Selbstvorwürfe (gerade wenn man so perfektionistisch ist). Außerdem fehlt jegliche Zeit Energie aufzutanken da man ja mit Essen beschäftigt ist.

Dadurch dass du die Anfälle noch nicht lange hast denkst du wahrscheinlich dass du das Alles irgendwann selbst in den Griff bekommst. Das ist aber leider nicht so. Ohne Hilfe ist das SEHR unwahrscheinlich!! Und damit meine ich professionelle Hilfe von einem Therapeuten. Nicht von Freunden oder Familie. Der Vorteil dabei ist dass dein Umfeld nicht einmal etwas davon mitbekommen muss dass du Dir Unterstützung holst. Ich bitte Dich wirklich in diesem Fall Ratschläge von Betroffenen wie mir anzunehmen die jahrelang mit dieser Krankheit gelebt haben. Wobei ich auch weiß dass man seine Erfahrungen immer erst selbst machen muss.
Für mich hört es sich bei dir nach einem Stadium an wo der Leidensdruck noch nicht groß genug ist etwas zu unternehmen. Ich kann Dir allerdings nur von Herzen raten such dir einen Therapeuten und richte dein Leben neu aus. Nach Dingen die wirklich wichtig sind wie Freunde, Hobby, Beruf. Etwas dass dich auf Dauer wirklich erfüllt. Stelle Dir nur mal vor was dein jetziges Verhalten wenn du es beibehältst in ein paar Jahren an Auswirkungen für Dich hätte. Wäre es da nicht viel besser gleich etwas zu ändern? Suche Dir einen Therapeuten, halte dich diszipliniert an eine feste Essenstruktur und male Dir ein Leben nach deinen Vorstellungen aus dass du langsam in die Realität holst. Setze Dir längerfristige Ziele und verliere sie nicht aus den Augen. Dabei hilfst dir deine Disziplin und dein Perfektionismus. Essensanfälle sind nur etwas für den Moment und rauben dir am Ende deine ganze Lebensqualität. Längerfristige Ziele hingegeben erfüllen Dich und Du hast immer etwas worin Du Dich verbessern kannst. Das wird am Anfang nicht so viel sein, aber je mehr Du Dich strikt an eine feste Struktur hälts wird dein Leben sich in die Richtung entwickeln die Du Dir erträumst.

Ich hoffe sehr Dich dazu bewegt zu haben JETZT etwas zu verändern!

Ganz liebe Grüße und ich wünsche Dir Alles Gute für Deinen Weg!


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