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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
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 Betreff des Beitrags: Gedanken sammeln und sortieren
BeitragVerfasst: Do Aug 09, 2018 21:28 

Registriert: 04 Jun 2018
Beiträge: 13
Guten tag mieinander!

Ich weiss gar nicht was ich schreiben soll oder will, doch habe ich das Gefühl dass ich einfach irgendwo meine Gedanken sortieren muss.
Normalerweise schreieb ich immer mal gerne von Hand, aber irgendwie brauche ich echt Hilfe oder Ideen wie ich mir besser selber helfen kann und habe mich deshalb entschlossen hier zu schreiben.

Die letzte Woche war wieder ein mal echt scheisse. Zwar habe ich mich nicht erbrochen (einerseits da ich nach sieben Jahren on and off Bulimie die Folgen des Erbrechens jedes Mal recht stark spüren kann, andererseits aber auch da ich das Erbrechen eigentlich nicht mehr brauche (insofern als dass ich nicht mehr depressiv bin und die Welt nicht mehr zum Kotzen finde)), jedoch habe ich über Tage hinweg unglaubliche Mengen an Lebensmitteln verschlungen - was ich vor allen ausser vor mir selber natürlich mehr oder weniger gut verstecken konnte und kann.

Das Schlimmste daran ist, dass ich mich dadurch so viel Distanz zu all den gesunden und gesundheitsfördernden Aspekten meines Lebens schaffe; Meditation ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden, doch wenn ich fresse krieg ich das einfach gaaaar nicht mehr hin. Und desto weniger ich das hinkriege desto einfacher wird es wieder dem Fressen zu verfallen. Das gleiche gilt für den persönlichen und intimen Austausch und das Zusammensein mit Menschen welche ich wirklich mag und respektiere. Oder einfach das in der Natur sein, mich sportlich zu betätigen und das Leben zu erleben.

Ich war immer mal wieder in Behandlung aber habe weder eine Methode, noch eine Person gefunden welche mir wirklich entsprochen hat. Daher habe ich irgendwann alle Verantwortung auf mich genommen und mich selber auf die Suche nach Antworten gemacht, welche ich dann auch langsam aber sicher gefunden habe. So bin ich schon sehr weit gekommen, doch habe ich immer mal wieder schwierige Zeiten in welchen ich in alte, ungesunde Muster zurück falle.

Viel davon hängt mit meiner Impulsivität und meinem ADHS zusammen, die Essstörung hat in meinem Fall wohl ursprünglich hauptsächlich andere Coping Mechanisms (Alkohol und Drogen) abgelöst. Daher bin ich im Moment dabei mir via Arzt Medikmentöse unterstützung zu holen, um mich in labilen Phasen auf Kurs zu halten. Das dauert aber ewigs da die Wartelisten so lange sind - im Mai habe ich mich angemolden, seither hatte ich ein Gespräch und erst Ende Monat wird abgeklärt was wie wo weitergehen soll....

Das Fiese daran ist, dass ich eigentlich ein total anderer Mensch bin als zu Beginn meiner Erkrankung. Damals war ich richtig depressiv und verloren, während ich unterdessen ein echt postivier und glücklicher Mensch bin.
Doch leide ich einfach sehr darunter zu erleben, wie mich diese Scheiss Krankheit, mein scheiss Verhalten, mich daran hindert, mich zu sein.
Es ist wirklich so als ob ich einfach diese miese Gewohnheit nicht loswerden würde (,so wie früher das Rauchen), und dadurch den Krebs jeden Tag ein wenig mehr nähren würde und mir die Luft jeden Tag ein wenig mehr ausgehen würde.
Wenn ich Lebensmitteln fern bin geht das mit dem Essen auch echt ok, aber wenn ich inmitten Lebenmitteln stehe und arbeite (Gastronomie) finde ich es teilweise einfach verdammt schwierig nciht passiv/unbewusst mit dem Essen, welches dann zum Fressen führt, zu beginnen.
Und irgendwie lande ich immer wieder in Küchen - so arbeite auch im Moment wieder in einer Küche, obwohl ich eigentlich für die Reinigung zuständig gewesen wäre....

Ist irgendwie voll der Witz - dass die Realität welche ich (unterdessen) normalerweise für mich erschaffe voll befriedigend, erfüllend und erlebenswert ist,
ich dann aber in alte Muster verfalle, durch welche ich Zustände erschaffe in welchen ich überhaupt nichts mehr erlebe und nicht mehr mich selber bin - und erst damit eine Realität erschaffe welche ich nicht erleben kann.

Ach ja genau, und während den letzten Wochen habe ich so stark zugenommen dass ich mich echt mies fühle (körperliche beschwerden), aber das ist doch nur die Spitze vom Eisberg...

Anyhow, ich weiss nicht mehr was schreiben, bin müde, verwirrt, erschöpft und dankbar, dankbar dafür dass ich das einfach mal alles schreiben konnte!

Vielen Dank fürs lesen.
Ich wünsche dir einen schönen Tag!
Merci und ciao


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken sammeln und sortieren
BeitragVerfasst: So Aug 12, 2018 15:01 

Alter: 27
Registriert: 17 Apr 2015
Beiträge: 54
Hi lieber Frosch!
Wow, das Gefühl, das ich in deinem Text lese kenne ich nur zu gut! Danke dir fürs Aufschreiben! Ich lese, dass du dich auf einem guten Weg weisst, aber noch oft in alte Muster fällst, was dich traurig macht, wofür du dich schämst und dass du dich vollgegessen in deinem Körper unwohl fühlst. Ich hab bei mir dann oft das Gefühl, keine Luft zum Atmen zu haben, weil sich durch den vollen Magen das Zwerchfell nicht ausdehnen kann, ich bin müde und energielos. Gleichzeitig scheint der Wunsch und die Sehnsucht, das Glück im Leben zu sehen und zu fühlen ganz stark zu sein. Ist wohl bei mir und vielen Bulimiker_innen so...

Was würdest du denn gerade brauchen? Mir hat zum einen der Ansatz der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg sehr geholfen...
Du schreibst total reflektiert und dass die Therapien waren nicht so deins waren...was waren das für Theras?
Ich habe nach einer Ewigkeit gemerkt, dass ich mit Gesprächstherapie einfach nicht weiter komme- oberflächliches blabla war das! Weil sich zu viel auf der unbewussten Ebene bewegt, bei mir traumatisches Zeugs, das schon vor meiner Geburt passiert ist, brauchte es was tiefer Gehendes. Ich mache jetzt eine Traumatherapie und arbeite mit einer Kinesiologin zusammen, damit hat sich in den letzten 2 Monaten einiges getan. Die 70 Euro pro Stunde muss ich leider selber zahlen...aber nachdem sichs knapp aber doch ausgeht und es echt schon besser ist, bin ich gerade bereit das in meine Gesundheit zu investieren. Auch so Tanztherapie/ Authentic Movement/Kreativtherapie, also alles, was über die rationale Ebene hinausgeht, schlägt bei mir an. Es geht hier ja um dich, aber nachdem ich mich so gut in deinen Text einfühlen konnte, dachte ich, vielleicht kannst du damit ja auch was anfangen... :)


Freu mich von dir zu lesen! Alles Liebe,

deine Rapunzelglockenblume


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken sammeln und sortieren
BeitragVerfasst: Mo Aug 13, 2018 21:54 

Registriert: 04 Jun 2018
Beiträge: 13
Hallo Rapunzelglockenblume - schön von dir zu lesen! :)

Oh wow, doch ich sehe das; Ja, auch das Gefühl vom Fast-keine-Luft-mehr-bekommen kenne ich gut, genauso wie die damit verbundene Erschöpftheit. Dadurch werde ich richtig träge, was für mich insofern besonders schlimm ist, als dass ich eigentlich ein ganz aktiver Mensch bin und mir das sehr gut tut :/ ...

Aber ja, das scheint wohl wirklich einigen Betroffenen so zu gehen.

So gut! Ich freue mich sehr zu lesen dass du einen Therapieansatz gefunden hat der deinen Bedürfnisen entspricht!
Geld kommt und geht, solange es da ist kannst du es nicht besser einsetzen als in Erlebnisse/Erfahrungen/Dinge welche dir nicht nur den jetztigen Moment angenehmer gestalten, sondern dir auch noch deine Zukunft einfacher und lustvoller gestalten ;)

Und ja, ich habe bisher 'natürlich' nur die traditionelle Gesprächstherapie erlebt, und ein mal ganz kurz ein paar andere Formen kennengelernt (Bewgungstherapie, Maltherapie...), mich dabei jedoch nicht aufgehoben gefühlt.

Doch weiss ich unterdessen schon besser wo ich nach Unterstützung auf dem Weg der Heilung suchen muss.
Vielen Dank aber fürs konkrete Fragen, du hast mich erst darauf aufmerksam gemacht dass mein Herz dem Auflösen dieses Knotens schon viel näher ist als mein Gehirn ;)

Dir VIELEN VIELEN Dank für deine Antwort, hat grad nen Stein ins Rollen gebracht :D

Liebste Grüsse vom Frogfish


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