Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#32
Nee, Hermelin, du bist nicht wankelmütig...
Find ich nicht, ist nur schwer, wenn man so viele Möglichkeiten hat.
Ich habe mich auch zwischen Lehramt, BWL, einer Ausbildung und Medizin entschieden.
Und merke gerade, dass mir es richtig viel Spaß macht etwas beizubringen, allerdings nicht so sehr in der Schule... Uni ist da netter.
If defeat is for quitters, then the victory remains in the try.

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#34
Hm also so wie ich das rausgelesen habe, tendierst du ja im großen und ganzen zu Soziologie. Ich denke damit würdest du zufrieden sein und höre nicht auf die Leute, die dir ständig einreden wollen damit hättest du keine Chancen etc. - Geschichte, Jura und Politik - das sind alles Fächer, bei denen alle sagen: damit landest du später auf der Straße blabla. Fakt ist, dass du aus jedem Fach was rausholen kannst vor allem wenn es dir Spaß macht :).
P.S. Ich habe selber mit Soziologie zu tun in der Uni und finde es gut :wink:

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#35
Arme Hermelin...aber du wirst schon das richtige (für den Moment) finden. Notfalls änderst du eben den Studiengang.
Was ich aber für wichtig halte, und worauf du hier noch nicht richtig eingangen bist: Was genau stellst du dir denn so vor? Nur 'Büro und Außendienst', äh, das ist etwas mau. Wie gesagt - so arbeiten auch Versicherungsleute! Was für ein Büro, welche Institution? Wie soll der Außendienst aussehen?
Und noch etwas wichtiges: Liegt dir furztrockener (entschuldige...aber ist so) Stoff?
Kannst du gut argumentieren, dich durchsetzen(Jura)?
Bist du eher kreativer?
Kannst du Sprachen super?
Welcher Studiengang hat Statistik? Wieviele Semester? Schaffbar?
Kannst du gut auswendig lernen? Oder liegt es dir eher, Zusammenhänge zu begreifen?

(Manchmal bringt es aber schon etwas, auf andere Leute zu hören! Ganz allgemein gesehen! Man kann nicht immer davon ausgehen, dass die anderen Unrecht haben)
Tine

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#36
*Tine* hat geschrieben:
(Manchmal bringt es aber schon etwas, auf andere Leute zu hören! Ganz allgemein gesehen! Man kann nicht immer davon ausgehen, dass die anderen Unrecht haben)
:!: :!:

Aber es gibt so Phasen im Leben, da geht das einfach nicht. Erlebe das jetzt auch gerade bei meinem besten Freund, der auch im Sommer mit dem Studium anfängt - da können wir alle 100 Mal sagen, dass das aber so nicht ablaufen wird (im Studium, mit dem Studienplatz, etc.) und er will das gar nicht wissen.
Möchte damit niemanden angreifen, nur sagen, dass jeder auch seine eigenen Erfahrungen machen muss, um zu verstehen.

LG!
If defeat is for quitters, then the victory remains in the try.

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#37
Colourful hat geschrieben: ...da können wir alle 100 Mal sagen, dass das aber so nicht ablaufen wird (im Studium, mit dem Studienplatz, etc.) und er will das gar nicht wissen.
Ja, weil er noch nicht dazu bereit ist; er muss das erst einmal für sich selbst abklären und für´s erste die eigenen Erfahrungen machen. Das ist so wie mit Schulkindern, am ersten Schultag, sinse alle aufgeregt, man gibt Ratschläge, möchte ihnen am liebsten die ganze Last von den kleinen, doch so starken Kinderschultern nehmen, doch diese Erfahrungen müssen sie selbst machen und den Weg gehen. Helfen kann man dann aber immer noch und mit Rat zur Seite stehen, wenn das Kind dies dann wünscht.

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#39
Colourful,

schade, dass er das nicht begreifen und schätzen kann. Weil im Studium muss man auch flexibel sein und mit anderen kooperieren. Aber wenn er nicht hören will, dann kannst du dir den Mund fusselig reden, meinst es nur gut, nur leider sieht er das nicht.

Ja, ich habe, als ich anfing mit dem Studieren, mir tausend Tipps geben lassen und ich bin zur Schul- und Ausbildungsberatung gegangen, zur Studienvertretung, zur Stipendienstelle und habe Erstsemestrige und ältere Studenten geredet und gefragt, wie das so ist usw. Man bekommt überall Hilfe, jeder hilft gerne, nur, wenn man selbst das nicht zulässt, dann ist das schade. Kannst halt nichts machen..

LG
Zuletzt geändert von light-up am Mo Apr 25, 2011 17:02, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#41
*seufz* Colourful, deshalb habe ich es ja unten hingeschrieben, und ein 'allgemein gesehen' geschrieben! Das war wirklich allgemein gedacht, denn klar, natürlich muss man manchmal auch total gegen den Strom schwimmen mit etwas, mache ich auch mit einer Sache, aber manchmal eben ist es doch etwas besser, wenn man andere Meinungen etwas berücksichtigtnund die Dinge versucht abzuwägen. Damit meine ich nicht 'total drauf hören'.
So, geklärt..:-)
Tine

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#43
Toll, jetzt bin ich wieder an dem Punkt angekommen, an dem ich wieder alles in Frage stelle. :|
Wenn ich lese, dass viele (nicht alle, aber halt viele) Soziologen später nur ein Minigehalt haben und es sogar einige gibt, die in ganz andere Branchen gewechselt sind bzw. wechseln musste, weil sie keinen Job fanden, dann trägt das nicht gerade dazu bei, dass ich sicherer werden, im Umgang mit (meinen) Entscheidungen. :?
Die Fragen, die hier aufkamen, beantworte ich später, muss mir erst mal eben alles von der Seele schreiben, was mir grad mal wieder durch den Kopf ging/geht.
Liebe Grüße



Sie glauben, Sie verstünden, was Sie denken, was ich gesagt habe, aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen, dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meine.

- Richard Nixon

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#44
hermelin hat geschrieben:Soziologen später nur ein Minigehalt haben und es sogar einige gibt, die in ganz andere Branchen gewechselt sind bzw. wechseln musste, weil sie keinen Job fanden,
Ja kann ich gut nachvollziehen, aber was möchtest du haben, eine Garantie, dass alles glatt läuft im Leben? Ist es wirklich sooo dramatisch, wenn du nicht die Welt verdienst, oder kurz ohne Job bist.
sorry, wenn ich jetzt wenig einfühlsam bin, aber es sollte wichtigere Dinge im Leben geben.

Es werden immer wieder Ecken und Kurven kommen und manchmal musst du auch deine Richtung ändern.
Das wirklich Wichtige, was dir fehlt ist Selbstvertrauen, denn mit diesem Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten, kann dich so schnell nichts von deinem Lebensweg abbringen.

Ich denke wenn dein großer Wunsch dieses Medizinstudium ist, dann bewirb dich und lass die Gefühle zu deinen Eltern einfach links liegen. Wenn es danach geht, wirst du es ihnen nie Recht machen können und in Ungarn bist du doch ein bisschen aus der Schusslinie.

viel Kraft und trau dich deine Träume zu leben

liebe Grüße
„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“
Albert Schweitzer

Re: Wie ich Entscheidungen hasse - welches Studium?

#45
Als ich mit Sozialpädagogik angefangen habe, war das zu einer Zeit, wo sämtliche Stellen im sozialen Bereich gestrichen wurden. Ich saß keine 5 Minuten im Hörsaal, da wurde uns gesagt, dass wir uns aufs Taxi Fahren einstellen sollen...
Dann änderte sich politisch einiges, es wurden Kinder tiefgefroren in Tiefkühltruhen oder verscharrt im Garten gefunden und schon waren wieder Sozialpädagogen gefragt. Ich hatte überhaupt keine Probleme eine Stelle zu bekommen. Glaube, dass das immer mal Wellenbewegungen sind.
Hätte ich damals auf die Lage geguckt und auf andere gehört, hätte ich kein Sozialpädagogik studiert.