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 Betreff des Beitrags: Mein Freund hat Bulimie...
BeitragVerfasst: Mi Aug 16, 2017 8:11 

Registriert: 16 Aug 2017
Beiträge: 1
Hallo liebe Forengemeinde,

auch ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll.
Mein Lebensgefährte (m, 25) hat oder hatte Bulimie.
Ich habe ihn vor ca. einem halben Jahr gestellt. Mir war schon länger aufgefallen, dass er oft nach dem Essen auf die Toilette geht, danach hörte man es nur noch plätschern. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass er Bulimie hat, also verwarf ich diesen Gedanken schnell wieder.
Irgendwann habe ich mich mit einer Freundin über den Verdacht ausgetauscht und habe beschlossen das Ganze zu beobachten.
Schnell stellte sich heraus, dass sich meine Befürchtung bewahrheitete. Es gibt sogar ein - ich sage mal - Ritual.
Ich habe festgestellt, dass er auf die Toilette geht, erbricht, hustet und Raumspray sprüht, danach ging es für gewöhnlich rauchen.
Als ich ihn darauf angesprochen habe hat er es sofort geleugnet, daraufhin habe ich ihn vor die Wahl gestellt. Diese Wahl sah so aus, dass ich ihm sagte, dass er die Wahl habe mir nun zu sagen, dass ich recht habe oder dass er es weiterhin leugnet, aber wenn ich irgendwann selbst herausfinde, dass ich recht hatte bin ich weg. Ich weiß, dass das sehr hart war. Aber ich wollte einfach nur die Wahrheit erfahren.
Daraufhin stand er auf, schaute mich an und sagte "Dann ist es eben so".
Die ersten Tage fragte ich viel, später hat er dann von allein erzählt, das Von-Allein-Erzählen legte sich aber schnell wieder und ich fragte auch schon bald nicht mehr nach, da ich ihn nicht damit bedrücken oder nerven wollte.
Er erbrach bereits seit 2 Jahren regelmäßig, wobei er zu mir sagte, dass er es eigentlich nur am Wochenende mache und auf der Arbeit erbreche er gar nicht. Beobachtet hatte ich das regelmäßige Erbrechen aber unter der Woche. Angefangen hat das Erbrechen wohl mit einer Operation an der Galle. Er hatte innerhalb eines halbes Jahres ca. *kg abgespeckt wodurch sich Gallensteine bildeten. Vor der Gewichtsabnahme hatte er *kg gewogen. Er sagte aber, dass er nur durch Ernährung abgenommen habe, das Erbrechen kam erst nach der Gallenoperation. Im Zuge der Gallenoperation habe sich seine Bauchspeicheldrüse entzündet und durch diese Entzündung musste er 2-3 Wochen lang ständig erbrechen. Als er dann nicht mehr erbrechen musste habe sich das falsch angefühlt, das Gefühl im Magen, Essen ohne zu erbrechen. Ich weiß nicht ob ich das jemals nachvollziehen kann.
Er hatte mir versprochen damit aufzuhören und meinte einerseits, dass er es schon oft versucht habe aufzuhören, aber dass er es nie geschafft hat und andererseits, dass es einfach wird, da er es ja nicht regelmäßig mache und dass er ab sofort nicht mehr erbrechen würde.
Ich habe seither auch nichts mehr mitbekommen. Er geht nach dem Essen nicht auf die Toilette, verhält sich normal, alles war toll.
Nun war er 2 Wochen auf Montage in Indien, er kam zurück und ich hatte das Gefühl, dass es sich wieder geändert hat. Er hat wieder nach jeder Mahlzeit die Toilette aufgesucht, allerdings klang es tatsächlich wie Durchfall.
Als ich dann gestern duschen war hörte ich, dass er während ich unter der Dusche stand auf der Toilette war, er kam auch ins Badezimmer und wusch sich die Hände. Als ich aus der Dusche kam lag ein leeres Knoppers-Papier auf dem Tisch und er aß Müsli.
Bislang war es immer so, dass er solche Dinge nur nach der Hauptmahlzeit aß, wenn er zwischendurch gespuckt hat. Damit hatte ich den ersten Verdacht. Als ich auf die Toilette bin habe ich festgestellt, dass das Raumspray einmal komplett umgekehrt da stand. Genau so hatte er es beim letzten Mal Erbrechen platziert, als er Erbrechen musste als ihm vom McDonald's Essen schlecht wurde (von diesem Zwischenfall wollte er mir zuerst auch nicht erzählen. Ich habe es mit angehört und ihn direkt gestellt.)
Nachdem ich das umgedrehte Raumspray auf der Toilette gesehen hatte habe ich ihn direkt darauf angesprochen und er hat es geleugnet. Er sei nicht spucken gewesen. Ich habe ihn dann gefragt weshalb er das Raumspray benutzt hätte. Er sagte, dass er es nicht benutzt hätte und woher ich das wissen wolle. Nach einigem Nachdenken ist er wohl darauf gekommen, dass ich es daran sah, dass es anders stand. Er meinte dann er habe es weggedreht, weil es ihn angesprüht habe. (Zur Erklärung: Das Duftspray ist ein Duftspray, das alle 36min automatisch oder auf Knopfdruck sprüht). Ich kann mir das allerdings nicht vorstellen, dass er es aus diesem Grund weggedreht hat. Das hat er noch nie gemacht und das Duftspray haben wir schon sehr lange und es ist ein merkwürdiger Zufall, dass das Duftspray genau so da steht wie nach dem letzten Mal erbrechen (von dem ich weiß).
Den Rest des Müslis hat er außerdem in der Toilette entsorgt, da es nicht geschmeckt habe und ca. 1-2 Stunden später hatte er dann gesagt ihm sei schlecht und er müsse erbrechen. Daraufhin ist er auf die Toilette und hat erbrochen.
Auch die letzten Tage kamen mir merkwürdig vor, da ist er nach der Arbeit zu seinen Eltern gefahren, die gerade im Urlaub sind um "nach dem Rechten zu sehen", ich hatte mich bereits gefragt, ob er das macht um erbrechen zu können ohne, dass ich etwas mitbekomme. Ich komme leider erst nach ihm von der Arbeit.
Ich weiß nicht was ich machen soll und auch nicht wie ich es ihm nachweisen soll. Er hatte mir versprochen mir immer davon zu erzählen, wenn er erbricht, egal ob aus Übelkeit oder weil er möchte oder nicht anders kann.
Ich habe Angst um ihn, Angst darum, dass er seinen Körper und seine Organe zerstört, einfach Angst um seine Gesundheit und Angst ihm nicht mehr vertrauen zu können, wenn ich nicht weiß ob er ehrlich zu mir ist.
Ich weiß, dass diese Krankheit nicht einfach ist und dass der Weg da raus zu kommen schwer ist (genau deshalb zweifle ich auch daran, dass er das Erbrechen von dem einen auf den anderen Tag aufgegeben hat.)
Ich würde ihn so gerne bei dem Weg aus der Krankheit unterstützen, aber er leugnet es (vielleicht sagt er auch die Wahrheit - ich weiß es nicht).
Was kann ich denn nur tun damit er mit mir spricht?
Ich hoffe ihr habt ähnliche Erfahrungen oder auch einfach Tipps als Betroffene/r wie man am Besten mit einem Betroffenen spricht...

Ich danke euch bereits jetzt.

Viele Grüße
mietze1105


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Freund hat Bulimie...
BeitragVerfasst: Mi Aug 16, 2017 13:48 

Registriert: 02 Jun 2014
Beiträge: 75
Hey,

Ich kann dir nicht super viel weiterhelfen - sowas ist immer eine schwierige Situation, aber ein paar Gedanken möchte ich äußern, die dir vielleicht auch weiterhelfen.

Zu 'von einem Tag auf den Anderen aufhören': Ich habe von ein paar Leuten gehört, dass sie wirklich von einem Tag auf den nächsten beschlossen haben, die Bulimie hinter sich zu lassen und das dann auch tatsächlich konnten. Bei den Meisten ist es aber nicht so. Es braucht Auseinandersetzung und herausfinden, wieso man eine Essstörung hat und wie das zu lösen ist.

Das mindestens gelegentliche Lügen ist typisch für die Krankheit.

Ich frage mich, ob er wirklich aus der Bulimie will? Es ist oft so, dass man als Betroffenener zwiegespalten ist, denn die Essstörung hat ja auch einen Nutzen. Aber wenn er selber nicht da raus will, kannst du auch nicht helfen.

Hast du ihn schon einmal gefragt, ob es bestimmte Situationen gibt, die ihm zum Erbrechen führen? Was für Gedanken oder Gefühle er davor hat?
Und was er daran als positiv und negativ empfindet?

Vielleicht liegt der Hauptgrund echt in der Operation... deinem Text nach klingt es ein Stück danach... war das seine erste Operation im Rumpfbereich?

Aber vor allem: Eine Therapie ist notwendig, um das loszuwerden!
Hast du ihm das schonmal vorgeschlagen?
Du kannst nur unterstützend wirken, nicht mehr und ohne professionelle Hilfe ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er es auf Dauer hinkriegt. Sorge gut für dich, das ist auch immer super wichtig.

Wie mit Jemanden reden? Behutsam; Vertrauen geben, dass wenn er sich für eine Therapie entscheidest, du ihn voll und ganz unterstützt und für ihn da bist - oft sehen es Menschen als Schwäche eine Therapie zu machen. Mache ihm klar, dass du das nicht so sieht, es ist nämlich eine Stärke, weil er sich dem Problem stellt und das braucht viel Mut und Kraft.

Ich hoffe, das hilft dir zumindest ein bisschen weiter.

Alles Liebe und Kraft


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Freund hat Bulimie...
BeitragVerfasst: Mi Aug 16, 2017 13:52 

Registriert: 17 Apr 2015
Beiträge: 409
Hallo mietze,

ganz ehrlich - es wundert mich nicht, dass dein Freund nicht mit dir spricht.
Du schnüffelst und spionierst hinter ihm her und klagst ihn an, als hätte er ein Verbrechen begangen!
So wie du es schilderst, verhälst du dich äußerst unsensibel, so ist es nur eine logische Konsequent, dass dein Freund vor dir alles leugnet...
Vielleicht wäre es für dich gut, dich erstmal ein wenig in das Thema der Krankheit Bulimie einzulesen.
Ein paar Hintergründe und fundiertes Wissen könnten nicht schaden.

Außerdem solltest du deinem Freund auf keinen Fall mit der Einstellung "Gib jetzt endlich dein Verbrechen zu!" begegnen. Vielmehr solltest du einfühlsam reagieren, ihn fragen, wie's ihm geht, ob er weiß, warum er so mit dem Essen hadert. Du solltest ihm Unterstützung anbieten, anstatt ihm etwas "nachzuweisen" oder ihn zu konfrontieren.

Viele Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Freund hat Bulimie...
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 11:41 

Alter: 27
Registriert: 05 Sep 2013
Beiträge: 23
Hi mietze,

das muss für dich sehr schwer sein, ich finds aber gut, dass du so besorgt bist. Ich würd an deiner Stelle aufpassen, dass du ihn nicht zu sehr unter Druck setzt, dann geht's nach hinten los und er wird sich immer mehr zurückziehen. Mach ihm klar, dass du von ihm nicht erwartest von einem Tag auf den anderen gesund zu werden und ihm die Zeit gibst, die er dazu brauchst und ihn auf dem Weg unterstützen willst. Frag ihm, was ihm helfen könnte, sucht nach einer Lösung für euch, zB. er bespricht das Thema in Therapie und du versuchst ihm dabei zu vertrauen, dass er an seinem Problem arbeitet und versuchst dich mehr rauszuhalten, wäre für euch als Paar das gesündeste, sonst wirst du doch der Kontrollfreak der ihn unter Druck setzt, das hilft keinem. Und ihm auch nicht böse deswegen bist, du machst dir nur Sorgen. Wie soll er auch mit dir reden, wenn er dir nicht sagen kann, er schaffts nicht aufzuhören und er das Gefühl hat, nur das willst du von ihm hören?

@Complessa, das finde ich ein wenig hart, sie macht sich nur Sorgen, da achtet man unbewusst auf Kleinigkeiten, aber wie kann man das ihr verübeln? Für Außenstehende ist es auch nicht leicht richtig damit umzugehen.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Freund hat Bulimie...
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 13:06 

Registriert: 17 Apr 2015
Beiträge: 409
Catalya hat geschrieben:

@Complessa, das finde ich ein wenig hart, sie macht sich nur Sorgen, da achtet man unbewusst auf Kleinigkeiten, aber wie kann man das ihr verübeln? Für Außenstehende ist es auch nicht leicht richtig damit umzugehen.

LG


Ich finde ihren Umgang damit "ziemlich hart"; drückt sich aus durch Vokabeln wie "überführen", "nachweisen", "Recht haben" und dieses ständige Spiel "Ich beobachte dich genau, damit ich's dir beweisen kann - ha!". Fühl dich doch unter diesen Umständen mal in die Haut ihres Freundes ein...


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