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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 9 Beiträge ] 
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BeitragVerfasst: Mo Okt 20, 2014 12:17 

Registriert: 20 Okt 2014
Beiträge: 5
Hallo alle zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir vielleicht etwas helfen...
Meine beste Freundin (23Jahre alt) leidet seit mittlerweile 5 Jahren an Bulimie. Zusätzlich dazu kommt eine Sucht nach Amphetaminen, da diese das Hungergefühl ja unterdrücken. Sie hat sich mir vor einigen Monaten als erste anvertraut und ist in meinen Augen eigentlich auf einem ganz guten Weg. Ihre Eltern wissen Bescheid, ein paar wenige enge Freunde sind auch eingeweiht und sie geht seit kurzem regelmäßig zu einer Therapeutin.
Leider habe ich das Gefühl, dass ihr in dieser Therapie nicht wirklich geholfen wird. Es wird viel in ihrer Vergangenheit herumgewühlt, was zusätzlich zu ihrer eh schon schweren Situation haufenweise negative Gefühle hochkommen lässt. Sie redet mir gegenüber oft darüber, dass sie da eh nicht mehr rauskommt, ihr Leben keinen Sinn mehr macht, sie drüber nachdenkt wie sie alles beenden kann und ähnliches. Sie kommt oft tagelang nicht aus dem Bett und ist zu nichts zu motivieren. Eine ständige On/Off Beziehung mit vielen Problemen mit ihrem Exfreund trägt zusätzlich noch dazu bei, ihr Selbstwertgefühl in den Keller sinken zu lassen.

Ich würde ihr unglaublich gerne helfen, fühle mich mit der Situation aber absolut überfordert und machtlos.

Habt ihr eine Idee, wie ich ihr helfen, sie unterstützen kann oder ähnliches? Oder Tipps, wie ich mich verhalten kann damit es ihr besser geht?
Danke!


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BeitragVerfasst: Mo Okt 20, 2014 16:44 

Alter: 32
Registriert: 23 Jul 2008
Beiträge: 88
Oh Mann...

Bin selbst grad nicht auf der Höhe und wollte mich von derartigen Situationen distanzieren, aber dein Post berührt mich sehr.

Das Beste wäre, wenn deine Freundin sich in professionelle Hände begibt. Was du beschreibst klingt nicht gut. Wenn sie in so einem tiefen Loch drin ist und solche endgültigen Gedanken äussert, dann ist es höchste Zeit professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen.

Wäre sie denn bereit, zur Stabilisierung ein paar Tage in die Psychiatrie zu gehen?

LG

_________________
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt."
Mark Twain


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BeitragVerfasst: Di Okt 21, 2014 14:43 

Registriert: 20 Okt 2014
Beiträge: 5
Danke für deinen Beitrag!
Die professionelle Hilfe hatten wir ja gehofft in der Therapie zu finden... Sie hat heute wieder Termin und geht zum Glück auch hin. Sie hat mir auch versprochen ehrlich zu der Therapeutin zu sein und zuzugeben, dass sie nicht wirklich Fortschritte macht und wird auch ihre Bedenken äußern, dass diese Form der Therapie Vllt nicht das richtige fur sie ist...
In eine Psychiatrie/Klinik möchte sie nicht, weil sie der Meinung ist, dass das ihre Probleme nicht löst und sie sobald sie wieder zu Hause ist, es nicht schafft das durchzuziehen. Sie bräuchte eigentlich eher eine "Gebrauchsanweisung" um den Alltag zu meistern....wenn ich könnte würde ich ich mit ihr zusammen ziehen und versuchen mit ihr den Alltag zu regeln, aber ich befürchte damit könnte ich unter Umständen viel kaputt machen weil ich oft nicht weis wie ich am besten mit ihr umgehen...
Ich habe mich nach alternative n Behandlungsmethode n erkundigt und bin dabei auf Hypnosetherapie gestoßen.... Ist das eine ernst zu nehmende alternative oder doch nur Abzocke?:/
Und habt ihr Ideen, wie ich mit ihren Selbstmordgedanken umgehen kann bzw wie ich auf solche Nachrichten reagieren kann? Mich über fordert das wirklich sehr...:(


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BeitragVerfasst: Di Okt 21, 2014 19:12 
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Alter: 26
Registriert: 06 Jun 2011
Beiträge: 1620
Ich finde es toll von dir dass du ihr helfen willst, aber bitte schau in erster linie auf dich.
Wenn ich so ideen lese wie zusammen ziehen etc klingt das für mich, als würdest du dich da sehr mithineinziehen lassen. Und glaub mir das kann für dich sehr belastend werden.

Meiner Meinung nach braucht deine Freundin dringend einen Klinikaufenthalt.
Einen längeren Therapieaufenthalt.
Auch was ihren Wunsch betrifft eine "Anleitung fürs Leben" zu bekommen.
Ich hab in der Klinik gelernt wie ich ohne meinen Süchten zurecht kommen kann und mein Leben meistern und gerne leben kann. Und wohin ich mich im Notfall wenden kann.

Bitte schau auf dich!

_________________
Wenn du heute aufgibst,
Wirst du nie wissen,
Ob du es morgen geschafft hättest!


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BeitragVerfasst: Do Okt 23, 2014 15:15 

Registriert: 20 Okt 2014
Beiträge: 5
Naja, sich da nicht rein ziehen zu lassen ist halt leider sehr schwer, wenn man täglich Damit konfrontiert Wird und es kein anderes Thema gibt.
Das mache ich aber auch gerne, ich würde ihr ja so gern irgendwie helfen, aber ich weiß einfach nicht wie ich am besten damit umgehen kann. Ihre Therapeutin empfiehlt ihr in eine WG zu ziehen, daher kam mein Gedanke. Allerdings lebe ich eigentlich mit meinem Freund zusammen und bin abgesehen davon selbst nicht das beste Vorbild was Essverhalten angeht. und die WG wäre ja quasi auch nur zur Überbrückung bis es ihr besser geht, ich befürchte dass es ihr wenn ich gehe wieder schlechter gehen könnte... Ich werde das Thema des Klinik Aufenthalts in einer ruhigen Minute nochmal ansprechen, ich befürchte aber da auf taube Ohren bzw sogar eine sehr heftige Reaktion zu stoßen, ob ich sie für verrückt halte u.ä... . Macht es Sinn mit ihrer Therapeutin Kontakt aufzunehmen um sich etwas "beraten" zu lassen?


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BeitragVerfasst: Do Okt 23, 2014 16:54 

Registriert: 20 Okt 2014
Beiträge: 5
Eine weitere Sache...
Wie reagiere ich auf die täglichen fragen wie "hab ich zugenommen" oder "was machst du heute?" am besten?
Ich habe das Gefühl, jedes mal, wenn ich ihr von meinen Tagesplänen erzähle, zieht sie das noch mehr runter, weil sie momentan einfach nicht die kraft hat etwas zu machen. Zu sehen dass ihr Umfeld alles im griff hat scheint ihr sehr schwer zu fallen.
Und durch ihre panische Angst vor dem zunehmen würde ich es mich wohl nicht trauen ihr zu sagen, wenn sie wieder Richtung normalgewicht geht, weil ich mir sicher bin sie würde dann sofort wieder zur toilette rennen :/ wie wurdet ihr das handhaben?


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BeitragVerfasst: Mo Okt 27, 2014 8:56 
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Alter: 26
Registriert: 06 Jun 2011
Beiträge: 1620
Hey!

Also auf keinen Fall alleine mit ihrer Therapeutin Kontakt aufnehmen! Das wäre in meinen Augen ein irrsinniger Vertrauensbruch! Außerdem darf sie dir theoretisch eh nix sagen.
Wenn kannst du deine Freundin fragen ob ihr nicht mal zu 2 hingehen wollt, damit du bissi erfährst wie du dich in manchen Situationen verhalten sollst und vor allem dass du vielleicht auch sagen kannst, was dich an der Situation belastest.
Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob ich das für so ne gute Idee halte,...

Wenn sie dich fragt, was du heute machst, würd ich glaub ich ehrlich antworten. Immerhin fragt sie danach...dann muss sie auch damit umgehen können, dass du einen Alltag hast der normal abläuft.

Wegen dem Gewicht...darauf würde ich nicht eingehen. Ihr sagen, dass das keine Relevanz für eure Freundschaft hat und/oder du auf das nicht achtest bzw ihr auf die Frage nicht antworten wirst.
Sie vielleicht daran erinnern dass es dir außerdem lieber wäre, wenn sie zunimmt.

Wie wohnt deine Freundin denn momentan?
Ja eine WG kann hilfreich sein, weil man nicht alleine ist. Aber man muss bedenken: Man zieht auch andere Menschen in seine Probleme mit rein.
Wenn es ihr wirklich so schlecht geht, belastet sie dann automatisch auch andere Menschen damit. Die sich dann auch Sorgen machen.
Ich hab selber 3x in WGs gewohnt. In der ersten ging es mir haaalbwegs gut gerade. Bis aufs Essen und das hab i versucht nicht in der WG auszuleben und wenn nur wenn meine Mitbewohner nicht da waren.
Die 2. da ging es mir saumäßig schlecht. Aber ich hab es immer versteckt vor meiner Mitbewohnerin. Nur: Meine Mitbewohnerin war genauso essgestört. Nur dass wir nie darüber geredet haben. Nur ich hab es von ihr ziemlich schnell mitbekommen. Und es hat mich belastet. Und auch genervt. Ganz ehrlich. Es hat mich wütend gemacht. Ich war in der WG an meinem absoluten Tiefpunkt...heute denk ich ma, es ist eigentlich nicht fair gewesen was ich in der Wohnung getan hab und was alles hätte passieren können...das hätte meine Mitbewohnerin nicht verdient.
In der 3. WG hatte ich dann mein Leben halbwegs im Griff. Wie es wieder eskaliert ist bin ich auf die Akut gegangen. Was meine Mitbewohnerin sicher auch irgendwie belastet hat weil sie so gar nicht mitbekommen hat dass es so gekippt ist. Sie musste dann meinen Koffer einpacken für mich weil ich das selber nicht mehr tun konnte.
Was ich dir damit sagen möchte: In einer WG MUSS man auch an die anderen denken. Man muss Rücksicht nehmen.
Kann deine Freundin das momentan?

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BeitragVerfasst: Mo Nov 17, 2014 20:55 

Registriert: 20 Okt 2014
Beiträge: 5
Hallo,

Nein, zu zweit hingehen finde ich auch nicht gut. Wer ist schon gerne dabei, wenn sich die beste Freundin eine "Bedienungsanleitung" für sie holen möchte....
Ehrlich antworten tu ich meistens, fühle mich dann aber jedes Mal schlecht weil ich genau weiß, dass sie sich dann wieder schlecht fühlt und sich Vorwürfe macht, dass sie "nichts hin bekommt".
Mit dem Gewicht habe ich probiert darauf nicht zu Antworten- das ist für sie dann das eindeutige Zeichen, dass sie zugenommen hat und der Anlass wieder zur Toilette zu gehen.

Momentan ist sie wieder bei ihren Eltern eingezogen, sucht aber schnellstmöglich was neues.
Eine WG speziell für Essgestörte hat sie sich wieder aus dem Kopf geschlagen, da fühlt sie sich zu eingeengt. Sie hofft jetzt ab Januar bei einer guten Freundin mit einziehen zu können... Rücksicht nehmen kann sie immer dann, wenn es ihr einigermaßen gut geht. Sobald es kippt (und das passiert wöchentlich), ist ihr eigentlich alles egal. Dann schreibt sie uns (Familie u freunden) wie sehr sie sich und ihr leben hasst, dass sie keine Lust mehr hat, nicht mehr kann,... Und egal was man sagt, man ist dann erstmal der "idiot", weil man sie eh nicht versteht und nicht so tun soll, als würde es einen interessieren wie es ihr geht.
Ich weiß momentan echt nicht weiter und bin Ziemlich am Ende, es ist furchtbar zu sehen mit was für einer selbstzerstörerischen Einstellung sie immer wieder ans Leben herangeht und wie egal ihr alles ist.
Danke euch auf jeden Fall für eure Ratschläge- ich hoffe wir bekommen das irgendwie hin...


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BeitragVerfasst: Di Nov 18, 2014 9:30 

Registriert: 14 Sep 2011
Beiträge: 804
Hallo Isabelle,

ich glaube, es ist eine große Illusion, die wir alle gerne haben, dass wir andere Menschen zum Positiven verändern können oder ihnen helfen können, wenn wir nu genug für sie tun, die richtigen Antworten haben usw.

Die Wahrheit ist aber, dass sie selbst den Gang umlegen muss und ihre Gedanken über sich und ihre Vergangenheit ändern muss. Wenn Du bei ihr bist und von Deinem Leben erzählst, dann kann sie sich denken "Wow, toll, dass ich so eine treue Freundin habe und dass sie sich Zeit nimmt für mich und dass ich sie mir als Vorbild nehmen kann um meinen Tag zu strukturieren." Oder sie kann denken "Ich bin so ein Versager. Jeder kann alles besser als ich. Alles ist sinnlos." Wie es der Fall ist.

Ihre Gedanken liegen aber nicht in Deiner Macht. Sie muss selbst lernen, bei ihren Gedanken aufzuräumen. Denn der Erfolg einer Therapie fängt zwischen den beiden Ohren an. Irgendwann muss sie selbst dazu kommen, zu sagen: "Ich bin nicht das Opfer meiner Vergangenheit, das Opfer meiner On/Off-Beziehung, das Opfer meiner Süchte". Sondern zu erkennen, wo ihre Stärken liegen und sich auf die positiven Dinge auszurichten.

Liebe Grüße

Sophie

_________________
So spricht der Herr: "[...] Nein, wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er klug sei und mich erkenne, daß nämlich ich, der Herr, es bin, der auf Erden Gnade, Recht und Gerechtigkeit schafft!" (Jeremias 9,22-23)


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