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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 
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BeitragVerfasst: Mi Aug 13, 2014 15:25 

Registriert: 13 Aug 2014
Beiträge: 2
Guten Tag,
ich schreibe hier als Mama einer fast 19-jährigen. Sie ist von Natur aus mit heller Haut ausgestattet und seit einiger Zeit fällt mir auf, das sie noch blasser ist, dunkle Ringe um die Augen trägt und teilweise bräunliche Flecken am ganzen Körper hat. Das hat sie selbst auch beunruhigt.
Sie war beim Arzt und er hat ihr Vitamine verschrieben. Das Blutbild war in Ordnung. Ich sollte nicht mit zum Arzt. Mir fiel auf, dass sie ein verändertes Essverhalten an den Tag legte, die gemeinsamen Mahlzeiten nur noch vereinzelt besuchte und ansonsten eigene Lebensmittel kaufte, wie Eiweißbrot, Reiswaffeln, Obst und Gemüse. Außerdem begann sie ein extremes Sportprogramm mit ständigem joggen usw.
Ich habe das alles eine Weile beobachtet, nur jetzt hat sich etwas in die andere Richtung verändert. Ich fragte sie mehrmals was denn mit ihr wäre, dass wir doch über alles reden könnten usw. Ihre extremen Stimmungsschwankungen halten die gesamte Familie auf Trab. Uns fiel auf, dass teilweise Lebensmittel rasend schnell verschwanden. Am Wochenende muss Sie * Brötchen gegessen haben. Sie ist von Natur ein sehr schlankes fast dünnes Mädchen und trägt Größe *.
Anfang letzter Woche habe ich Sie zu einem Frühstück in unserer Stadt eingeladen und da war für mich klar, dass mein Kind ein großes Problem hat. Sie hat in einer Seelenruhe solche Unmengen in sich gestopft, dass mir dabei irgendwann übel wurde und ich aufhören mußte zu essen.
Ich habe nichts gesagt. Auf der Heimfahrt wollte ich noch einige Besorgungen machen. Sie wurde immer mißgelaunter und sagte, sie müsse sofort nach Hause ins Bad. Daraufhin habe ich sie gefragt was sie dort vorhabe. Brechen? Sie war dann so böse mit mir und hat kein Wort mehr geredet.
Am Nachmittag kam sie zu mir und sagte seit einem halben Jahr würde sie essen und anschließend brechen.
Ich versuche seitdem ihr meine Hilfe anzubieten, mit ihr zum Arzt zu gehen, zu einer Beratung, etc. Ihre immer gleich lautende Antwort: Ich habe keine Problem und wenn ich eines habe komme ich damit selber klar. Mach dir bitte keine Sorgen um mich.

Ich merke, wie ich langsam in eine Panik und Hilflosigkeit verfalle. Ich kann sie doch nicht zum Arzt schleppen. Ich weiß nicht mehr ein noch aus. Mittlerweile verdreht sie die Augen, wenn ich damit Anfange.

Sie ist leicht agressiv, raucht plötzlich und geht nur noch aus. Sie hat einen Freund, dem sie sich wohl anvertraut hat. Sie kommt nach den Ferien in die 13. Klasse. Ist eine gute Schülerin und hat viele Freundinnen und Freunde.

Vielleicht hat hier jemand einen Rat, wie ich ihr doch nur helfen kann.
Danke fürs lesen.
Claudia


Zuletzt geändert von Caruso am Mi Aug 13, 2014 16:07, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Aug 14, 2014 12:51 

Registriert: 06 Mär 2013
Beiträge: 8
hallo lenchen,
erstmal muss ich sagen, dass ich es sehr schön finde, wie du dich um deine tochter sorgst.

ich kann dir leider keinen direkten rat geben, aber als ich deinen beitrag gelesen habe, wollte ich dir unbedingt antworten, weil mich die situation mit deiner tochter an mich selsbt erinnert hat. ich bin jetzt zwanzig und habe bulimie seit drei jahren. und meine krankheitseinsicht, beziehungsweise die einsicht, dass ich ein problem habe, das ich alleine nicht in den griff bekommen kann, kam bei mir erst nach zwei, zweieinhalb jahren. davor war ich zuerst in einem stadium, in dem ich die bulimie komplett verleugnet habe. das essen und erbrechen war in dem moment als ich mittendrin war, entsetzlich, nur eine stunde später kam mir der anfall aber schon wieder total unecht vor, als wäre das ganze nie wirklich passiert. da "vergisst" (verleugnet) man auch schnell, dass man keine kontrolle über die krankheit hat. ich habe unmengen gegessen, erbrochen, mich elend gefühlt und mir dann vorgenommen, es am nächsten tag besser zu machen, die "kontrolle nicht zu verlieren", jeden tag. später kam bei mir die phase, in der ich zwar verstanden hatte, ein ernstes problem zu haben, aber keine hilfe annehmen wollte. wenn du schreibst, dass deine tochter sagt, sie "kommt selber damit klar", das war bei mir genau so. bulimie zu haben war für mich ein totales zeichen von schwäche, quasi ein beweis dafür, dass nicht alles perfekt ist, unter kontrolle ist, wie ich es immer nach außen tragen wollte. dass ich an meinen eigenen ansprüchen an mich, oder an den ansprüchen, die andere an mich haben (beziehungsweise von denen ich glaube, dass sie mir von anderen gestellt werden) gescheitert bin. dann wollte ich wenigstens meine probleme selber in den griff bekommen, weil hilfe von außen anzunehmen, mir noch mehr das gefühl gegeben hätte, gescheitert zu sein und schwäche zuzugeben. niemand hätte mich zu diesem zeitpunkt auch nur in die nähe eine arztes/therapeuten bringen können. die wirkliche einsicht, dass es in ordnung und kein zeichen von schwäche ist, bulimie zu haben, hat viel zeit gebraucht. meinen eltern habe ich mich überhaupt erst anvertraut, als ich schon in therapeutischer behandlung war. was mir damals besonders wichtig war ist, dass sie verstehen (weil ich es auch lernen musste), dass bulimie kein "problem mit dem essen" ist. das wiederholte essen und erbrechen ist die spitze vom eisberg, die man nach außen hin sehen kann.

ich verstehe deine hilflosigkeit und erzähle dir das nicht, weil ich meine, du sollst/kannst "nichts tun" um deiner tochter zu helfen. in meinem stadium der krankheit steht es mir auch gar nicht zu, dir ratschläge zu erteilen. aber vielleicht kannst du so die situation deiner tochter besser verstehen, warum sie so reagiert, wenn du sie auf die bulimie ansprichst.

lieben gruß und alles gute!
estrella


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BeitragVerfasst: Mo Aug 18, 2014 10:52 

Registriert: 13 Aug 2014
Beiträge: 2
Liebe Estrella,

ich bedanke mich ganz herzlich für Deinen Bericht aus Sicht einer Betroffenen. So ist in der Tat einiges an dem Verhalten meiner Tochter besser für mich nachzuvollziehen.

Es belastet mich sehr und sie fliegt nun am Mittwoch für 10 Tage zu ihrer Freundin in die Türkei. Ich bin froh, dass ich nicht dabei bin, weil ich mir Gedanken mache, wie sie "ES" da machen will.

Am Samstag hat zum ersten Mal das Bad nach ihrem Besuch nach Erbrochenem gerochen. Ich fand das so schlimm, zumal das für meinen Mann und mich ja auch nicht zumutbar ist oder? Ich habe sie nicht darauf angesprochen. Vielleicht hätte ich es tun sollen.

Es ist eine schlimme Sucht, wie so viele. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du wieder ganz gesund wirst. Das wünsche ich meiner Tochter auch, aber die Hilflosigkeit versucht mich gerade zu verschlingen.

Viele liebe Grüße von Claudia


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BeitragVerfasst: Mo Aug 18, 2014 13:32 
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Alter: 30
Registriert: 14 Jan 2009
Beiträge: 1751
Wohnort: Salzburg
Hallo Lenchen,

auch wenn ich keinen rechten Rat für dich weiß, möchte ich trotzdem antworten. Es tut mir leid, wie sehr du unter der Krankheit deiner Tochter leidest. Meiner Mutter erging es vor 10 Jahren ähnlich. Sie hat mich mit Tränen in den Augen angefleht, ihr zu sagen, weshalb ich das mache. Es war wie eine verbale Ohrfeige für mich und ich habe mich geschämt ihr solchen Kummer verursacht zu haben. Trotzdem konnte ich nicht aufhören (ich verheimlichte es nur dann deutlich besser). Die Bulimie war zu stark in meinem Leben verankert, viele Jahre lang, war sie mein Lebensmittelpunkt.

Ich glaube nicht, dass ihr im Moment viel für sie tun könnt. Ich befürchte, solange sie keine Krankheitseinsicht zeigt und sich helfen lassen möchte, sind eure Möglichkeiten begrenzt.
Ich kann dir nur raten, selber Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Thema evtl. mit einem Therapeuten aufgreifen, damit ihr einen Weg findet, damit umzugehen. Deiner Tochter kannst du signalisieren, dass du immer ein offenes Ohr für sie hast. Alle weiteren Unterstützungsmaßnahmen fordern ein Entgegenkommen deiner Tochter.

Liebe Grüße

Die Woelfin

_________________
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmung, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.

Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.


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