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BeitragVerfasst: Do Apr 12, 2018 10:56 

Registriert: 12 Apr 2018
Beiträge: 1
Liebe Community,

nachdem ich schon ofter in diesen Foren gelesen habe, fand ich es wäre an der Zeit, mich hier anzumelden. Daher ein herzliches Hallo! Was erhoffe ich mir... nun ja: mich aktiv mit jemandem austauschen zu können - dass mich jemand nachvollzieht und mir ggf konstruktive Tipps und Unterstützung geben kann. :-)

Kurz zu mir: Ich bin 23 Jahre alt, Studentin, seit 6 Jahren in einer Beziehung. Dass ich eine gestörtes Verhältnis zu Essen habe, steht fest. Ich würde sagen, dass ich das ganze schon seit meiner Jugenzeit mit mir herumtrage. Allerdings habe ich das immer als pupertäre Phase abgetan. Nachdem ich mit 17 eigentlich meine Traumfigur hatte, nahm ich wieder einige *kg zu und fühlte mich unwohl - ich glaub ab dann ging es "ernsthaft" los. Die Spirale nach unten, in dem ich mich in Sport, gesunde Ernährung und Schlank-sein so hineinsteigerte, bis es alles andere als gesund war. Bis nur noch alles aus Zwang, Verboten, "wenig" bestand. Stress im Studium tat sein Übriges. Viele mögen es ja kennen...
Dass ich ein Problem habe, wollte ich aber lang nicht erkennen. Ich war doch gesund, aß halt viel Gemüse, war schlank, sportlich; so meine Meinung. Vor einem Jahr (kurz vor meinem ersten Abschluss), war ich bei * *kg.
Kaum war die Abschlussarbeit fertig, kippte dann alles zur Bulimie. Einige Wochen habe ich gar nicht verstanden, was da überhaupt mit mir passiert. Im Herbst habe ich beschlossen, in Therapie zu gehen. Seit dem habe ich Psychotherapie & Ernährungstherapie - aber nicht erfolgsgekrönt. Derzeit ist in mir alles voll mit Selbstunzufriedenheit, Zukunftsangst.

Ich habe einige Fragen, die mir auf der Seele brennen:

Ab Mai habe ich einen PLatz für eine stationäre Behandlung in meiner Wohnstadt, für 10 Wochen. Ich habe einerseits sehr viele Hoffnungen - auf der anderen Seite quälen mich auch Zweifel, ich weiß nicht, wie ich sie interpretieren soll: Ich rede mit teilweise ein, als wäre eine stationäre Therapie für mich nicht gerechtfertigt. Oft lese ich von Menschen, die seit sehr vielen Jahren an einer ES leiden. Dann kommen Gedanken auf, als würde mir eine Behandlung nicht zustehen, weil ich ja noch gar nicht so lang krank bin. Und damit verknüpft sich, ob ich wirklich "bereit" bin, die Störung loszulassen, wenn ich so denke? Auf der einen Seite wünsche ich es mir so sehr, aber wahrscheinlich kann ich mir noch gar nicht vorstellen, wie mein Leben dann wäre. Ich habe Ängste, dass ich die Seite in mir, die sich wehement gegen Zunehmen wehrt, nicht verlieren kann. Dass ich vielleicht die Bulimie bekämpfen kann, aber die anorektische Seite bleibt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man "gesund" zunehmen kann... in meinem Kopf gibt es einfach nur negative Assoziationen damit. Auf der anderen Seite fühle ich mich auch aktuell nicht wohl in meinem Körper (bin an der Grenze zwischen UG / Normalgewicht, schätze ich - ich wiege mich nicht mehr). "Mehr" fände ich eigentlich schön, wenn es gesund & sportlich ist. Aber ich hab Angst vor diesem Prozess.
Habt ihr Erfahrungen mit ähnlichen Gedanken? Und wie seid ihr damit umgegangen? Wie kann ich die Gedanken loswerden, eine Klinik stünde mir nicht zu - denn, verdammt! Ich möchte doch daraus, zurück zur Normalität, Glücklich sein. Zufrieden sein. Mir und meinem Körper selbst wieder vertrauen.


Außerdem: wie geht ihr zB mit eurem Partner um, wenn ihr FAs bekommt, während er zu Hause ist? Mein Freund und ich wissen beide nicht wirklich damit umzugehen. Oft reden wir offen darüber, zT gelingt das auch rational. Wenn aber spontane Anfälle kommen, ist es sehr schwer. Ich weiß dann nicht, wie ich mit ihm umgehen soll, und er mit mir... Ob er es "tolerieren" soll, oder ob er eingreifen soll. Ich selbst kann es irgendwie auch nicht Beurteilen, weil ich in den Situationen nicht mehr klar definieren kann, was ich will und was nicht - außer Essen, um meinen Stress zu betäuben (Stress/Uni/Prüfung = mein Auslöser Nr. 1), aber auch irgendwie nicht essen (sonst wären es nicht diese Massen, die ich dann keineswegs in mir haben will). Es macht mich wahnsinnig...

Und habt ihr Ratschläge, wie man es schaffen kann, nach einem FA nicht zu Übergeben? Bisher ist mir das erst einmal gelungen. Ich denke aber, dass das ein wichtiger Schlüssel ist. Legt ihr euch einfach hin, macht den Tag "krank"? Denn ich kann nach einem Anfall zum Teil nicht mal mehr aufstehen, wenn ich alles in mir lassen würde. Und bin meist so auf "Funktionieren" getrimmt, dass ich denke, schnellstmöglich wieder auf den Beinen sein zu müssen, nicht krank sein zu dürfen... heute ist der Erste Tag, an dem ich nach einem schlechten Tag gestern Abend einfach nur im Bett bleibe...

Und wie kann man es schaffen, nach einem Anfall wieder zu normalem Essen überzugehen, bzw eher: so normal wie möglich. Wartet ihr einfach, bis ihr wieder Hunger bekommt? Oder setzt ihr eher feste Mahlzeiten um, egal ob ihr schon wieder Hunger habt oder nicht, um wieder einen normalen Biorhythmus zu bekommen? Denn der fehlt bei mir total. Auch Hunger ist selten da, bzw zu sehr abnormalen Zeiten am Tag. Ich merke nur, dass sich Anfälle häufen, wenn ich die ganze Zeit daran denke, was / wann ich wieder esse und suche daher nach einer Grundnormalität in die ich zurückkommen kann nach einem Anfall.

Ich würde mich freuen, wenn ich mich einfach mit jemandem austauschen kann - für mich ist das komplettes Neuland hier. Danke schon mal. :-)


Zuletzt geändert von Caruso am Do Apr 12, 2018 12:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr Apr 13, 2018 19:48 

Alter: 22
Registriert: 02 Jul 2016
Beiträge: 191
Hi Erdloewin,

zu den ersten beiden punkten würde ich dir gerne antworten..

du leidest doch selbst mindestens 6 jahre an einem gestörten Essverhalten, wenn ich das richtig gelesen habe.. wieso solltest du es weniger verdienen in eine klinik zu gehen? Muss du erst weitere jahre warten, die du an die essstörung verschenkst und bis du die hilfe annehmen "darfst".. du brauchst hilfe, sonst wärst du niemals den schritt auf die klinik zugegangen.. es von sich aus zu wollen, ist die beste voraussetzung für einen erfolgreichen klinikaufenthalt.. mach es.. warte nicht..je eher desto besser! Und diese anderen gefanken die du hast, die sind normal.. du wirst aber keine antworten für "bin ich überhaupt bereit" oder "wie ist meine leben ohne die ES" bekommen, wenn du es nicht wenigstens versucht hasz.. ich wünschte, ich hötte damals als ich noch nicht so festgefahren war und die ängste vor der klinik entwickelt hatte, diesen schritt gemacht.. du schreibst selbst "Ich möchte doch daraus, zurück zur Normalität, Glücklich sein. Zufrieden sein. Mir und meinem Körper selbst wieder vertrauen."... geh in die klinik.. tu es deinem leben zuliebe!

Mein ex kannte meine bulimische phase nicht, aber die anorektische.. wenn ich doch fa hatte, dann nie in seiner gegenwart.. wenn ich nichts gegessen hatte oder eine panikattacke hatte, weil ich essen wollte und nicht konnte, dann konnte er in dem moment nix tun.. mich etwa zwingen? schlecht.. willst du dass dein partner eingreift und dich davon abhält einem Fa nachzugehen? Würdest du es zulassen? Für deinen partner ist es auch schwierig.. er steht hilflos deiner sucht gegenüber.. du kannst es selbst nicht beurtielen.. wie soll dein partner dann wissen, wie er sich richtig zu verhalten hat.. verstehst du?

Liebe grüße Fräulein v M


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BeitragVerfasst: Fr Apr 13, 2018 23:46 

Registriert: 13 Apr 2018
Beiträge: 1
Hi Erdloewin,

da stimme ich Fräulein von Mut zu !
Jeder , der einen Klinikaufenthalt in Betracht zieht, steht ein Platz dort zu !
Du wirst in der Klinik ein regelmäßiges Essverhalten erlernen, das Kalorien nicht gleich dick bedeuten und mit Entspannungstechniken , Tanztherapie (Körperwahrnehmung), Kunsttherapie (Gefühle ausdrucken) und Einzel- und Gruppentherapie arbeiten.
Schau dir doch die Konzepte der Kliniken an und suche dir eine schöne aus !
Wir sind Menschen mit dieser Krankheit die ab und zu "eine Auszeit" brauchen und das bedeutet " mit Gleichgesinnten sein" - das motiviert weiter zu machen und den Lebenswillen wieder zu entdecken, denn irgendwann haben wir uns dafür entschieden , nicht mehr zu leben , sondern zu funktionieren , obwohl das Leben doch so schön sein kann, wenn wir es leben !
Ich war selbst 2009 8 Wochen in einer solchen Klinik. Vor allem wenn du 10 Wochen Zeit hast, ist es doch ideal ! Wer weiß - eine solche Zeit bekommst du nicht nochmal im Leben ! Ich sage immer, jetzt oder nie ! Mach es !

Nach einem FA habe ich mich oft krank schreiben lassen, aber ich habe irgendwann eingesehen, das das nicht die optimale Lösung ist ! Bulimie ist eine Droge und es heißt ja so schön " wer feiern kann , kann auch arbeiten " - seitdem "ziehe ich durch" , egal ob mit FA oder ohne, das muss ich dann ausbaden !
Andere haben auch Probleme und bleiben auch nicht zu Hause ! Der Schlüssel ist Selbstliebe - sich das nicht mehr antun zu wollen ! Sich eine Ersatzbeschäftigung zu suchen, die dich erfüllt (z.B. Malen, Sport, Gruppe, Lernen, Lesen ) und das dann jedes mal zu machen ... was ich sagen will, wir müssen lernen uns selbst auszuhalten ! und das wochen- und monatelang ! bis wir herausgefunden haben, wer wir wirklich sind und uns so lieben und dann die ganzen Vorteile nutzen, die wir erkannt haben (z.B. haben Bulimiker ein sehr großes Einfühlungsvermögen, weil sie meist sensibel sind und einen sehr starken Willen und ein starkes Durchhaltevermögen !)
Wie soll dein Leben optimalerweiße aussehen? wie stellst du dir einen optimalen Tag vor ? das sind Anreize zu überlegen, wofür du lebst !

zu einem normalen Essverhalten kehrst du zurück , indem du einfach so weiter isst, wie vorher ! 3 Mahlzeiten am Tag ohne Zwischenmahlzeit, alles pendelt sich ein, du wirst am Anfang das Gefühl haben , zuzunehmen, aber das pendelt sich wegen durch Bulimie entstandene Stoffwechselstörung wieder ein, man nimmt sogar ab, weil der Körper keine Reserven mehr speichert!

Zum Thema mit deinem Partner :
merkst du , wenn "es los geht" ?
spürst du, was der Auslöser war oder was du für ein Gefühl hast ? ist es wut, Trauer, angst, hass , verlassen, Langeweile ? schreibe dir zu jedem Gefühl eine alternative auf und gib die liste deinem partner ! er soll dann genau das mit dir machen. deine synapsen müssen sich im Gehirn wieder umkämpfen - je öfters ihr die alternative nutzt desto leichter wird es .
z.B. Langeweile : Spaziergang machen
wut : boxen, sport machen (am besten laufen gehen - immer etwas was sofort und schnell geht) u.s.w.
ich selbst wünsche mir so einen partner der das alles mitmacht, ich denke immer ich schaffe das alleine, aber stelle gerade jetzt fest, das ich es nicht tue... sei froh das du so einen tollen verständnisvollen freund hast !

Das klingt vllt alles etwas lehrreich, ich will dir damit nur Mut geben, das es viele Möglichkeiten gibt , daraus zu kommen!
ich habe unendliche Workshops und Therapien gemacht und habe sehr viel erkannt glaube ich, bemerke inzwischen meine FA´s kommen und kann gezielt gegensteuern, wenn ich möchte ! Es lohnt sich durchzuhalten, denn das Leben ist schön ! :-)

Halte durch!

Liebe Grüße <3


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