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 Betreff des Beitrags: Extreme Symptomatik - Rat?
BeitragVerfasst: So Sep 17, 2017 13:00 

Registriert: 05 Aug 2016
Beiträge: 34
Hallo ihr,

ich wollte mal fragen, was ihr an meiner Stelle machen würdet.

Und zwar ist es so, dass ich den ganzen Tag und Nacht fast nichts anderes mache außer zu essen und zu erbrechen und es wirklich ausnahmslos nicht einen einzigen Tag ohne schaffe seit vielen Monaten.

Im Winter war ich in einer Klinik, wo ich es auch nicht geschafft habe (darauf möchte ich nicht weiter eingehen). Ich würde es bevorzugen, nicht noch einmal in eine Klinik zu gehen, zumal ich es ja ohnehin auch Zuhause schaffen muss.
Ich gehe bereits regelmäßig ambulant zu einer guten Therapeutin und habe jetzt auch ambulant betreutes Wohnen (d.h. ca. 2x pro Woche kommt ein Betreuer vorbei). Leider nützt das auch nicht allzu viel, wenn ich es in gewisser Weise auch nicht so richtig will.

Der Grund scheint recht banal zu sein und zwar will ich nicht verzichten. Ich müsste mich dann ja beim Essen deutlich einschränken und das verabscheue ich. Es wäre eben alles verboten oder ich dürfte eben nur "Miniportionen" (subjektiv im Vergleich zu jetzt) essen, wenn ich es hinbekommen wollte, danach nicht zu erbrechen.
Trotzdem möchte ich natürlich schon gesund sein, da ich schon besorgt über Folgeerkrankungen bin und irgendwie scheinbar grundlos meine Gesundheit wegwerfe...
(Ich stehe auch auf der Warteliste einer Wohngruppe; da man sich da aber selbst um alle Mahlzeiten kümmern muss, denke ich, dass es auch keinen besonderen Unterschied zu jetzt machen würde.)

Habt ihr noch eine Idee? Was ratet ihr mir, wenn die Bulimie derart extrem ausgeprägt ist?
Ich würde mich über Antworten freuen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Extreme Symptomatik - Rat?
BeitragVerfasst: So Sep 17, 2017 16:57 
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Alter: 24
Registriert: 17 Jun 2017
Beiträge: 11
Wohnort: Deutschland
Hallo Skinny,

Wie du schon selbst sagst: Du willst es nicht richtig. Du hast noch nicht zu 100 % den Entschluss gefasst gesund zu werden.

Ich denke dir geht es mit dem Beitrag vorrangig darum zu wissen, dass du nicht alleine bist. Nein, das bist du nicht. Ich war zwar in keiner Klinik, aber bei mir ist das Fressen und Erbrechen auch das einzige was meine Tage erfüllt. Selten mal ein Tag ohne Kotzen und ich hasse es. Sei mal ehrlich zu dir selbst: Ist das Essen es wirklich wert? Sind die Schmerzen und die gesundheitlichen Folgen wirklich in Kauf zu nehmen?

Es ist doch so: Wenn wir es erst einmal schaffen würden ein normales Verhältnis zum Essen aufzubauen, dann müssten wir uns im Essen gar nicht mehr einschränken. Der Drang nach FAs würde ganz einfach aufhören. Weiter wissen wir doch ganz rational, dass man von FAs zunimmt. Es ist unmöglich die Mengen an aufgenommener Nahrung wieder gänzlich loszuwerden. Dazu kommt noch die soziale Isolation, die Verzweiflung und die Depression. Also nochmal: Ist es das wirklich wert? Nur um sich beim Essen nicht einschränken zu müssen.

Fühlst du dich bei deiner Thera gut aufgehoben? Schließlich haben wir eigentlich nur oberflächlich ein Problem mit dem Essen und bei tieferer Betrachtung geht es hier um viel mehr. Wenn du hier also einen guten Draht hättest und in der Therapie Fortschritte machst und dich öffnest, müsste die Symptomatik auch besser werden.
Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lösung für dein Problem, denn auch ich stecke noch tief drin. Der Weg raus führt aber nur an einem Punkt vorbei: Man muss wirklich gesund werden wollen. Es muss wirklich Klick machen und man sollte wohl viel Geduld mitbringen und schon die kleinen Erfolge sehen. Ich freue mich z.B. über jeden Tag den ich kotzfrei schaffe, v.a. weil es wahnsinnige Arbeit an mir selbst ist und ich stelle mir vor, wie sehr sich mein Körper darüber freut, auch wenn er sich faktisch in der kurzen Zeit nicht vollständig regenerieren kann, so habe ich doch die Vorstellung wie ich im inneren etwas heile.

Also zusammengefasst: (alles natürlich leichter gesagt, als getan)
1) Entschluss fassen und wirklich gesund werden wollen
2) Richtige Thera/ Wohngruppe/ Person bzw. den für einen richtigen Weg finden (Vielleicht hilft auch schreiben?)
3) Arbeit an sich selbst und kleine Erfolge feiern

_________________
Everything is going to be fine in the end.
If it's not fine it's not the end
.”


― Oscar Wilde


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 Betreff des Beitrags: Re: Extreme Symptomatik - Rat?
BeitragVerfasst: Sa Sep 23, 2017 14:05 

Alter: 25
Registriert: 20 Sep 2017
Beiträge: 2
Wohnort: Bayern
Das tut mir sehr leid zu hören und mir geht es teils ganz ähnlich. An manchen Tagen ist 4-5 mal Erbrechen für mich völlig normal, ja regelrecht in meinen Tages- und Essablauf integriert. Die Gründe sind bei mir abgesehen von Fressanfällen und dem damit verbundenen Frust über eine hochkontrollierte, hypergesunde Ernährung vor allem Langeweile. Ich merke einfach. dass ich mich allein nicht beschäftigen kann. Der Druck meine Masterarbeit fertig zu schreiben und die 500 Ausreden es nicht zu tun, verstärkt bei mir die Lethargie-Phasen, da ich mir ja absichtlich nichts vornehme, um endlich mal das blöde Dokument zu öffnen. Stattdessen futter und surfe ich am Laptop rum und vertilge dabei viel mehr, als es meinem Magen gut tut.
Auch mein Partner, der 70% des Tages zockt und entsprechend nicht aktiver ist als ich (sollte auch eigentlich seine B.A. schreiben), ist da keine Motivation. Wir sind beide einfach derbe faul, nutzen unser entspanntes Studentenleben aus und stecken zu sehr in den schlechten Gewohnheiten fest. Ich freu mich regelrecht, wenn ich Uni habe, damit endlich mal den Arschtritt habe was zu tun.

Das mit dem Verzicht-Thema belastet mich auch. Ich liebe Pasta, Pizza, Fleischgerichte und deftige Soßen, Chips und Süßkram, aber nichts davon könnte ich essen ohne es drinzubehalten. Stattdessen quäle ich mich mit irgendwelchen LowCarb-Zucchinigerichten und Gemüsekokos-Pfannen, von denen ich dann aus Frust viel zu viel esse, bevor ich auch die wieder ausbreche. Das Einzige, was ich derzeit zuverlässig drinbehalte ist mein morgendlicher Haferbrei mit Zimt und Früchten.

im Oktober habe ich dann eine Ernährungsberatung und ab nächste Woche geht eine Gruppentherapie los. Ich hoffe sehr, dass mir das hilft meinen Alltag wieder besser zu strukturieren. Bei mir ist es ja schließlich v.a. die Lethargie, die Fressanfälle bewirkt und die damit verbundenen schlechten Gewohnheiten (am Laptop liegen, wenig Bewegung, daraus resultierende Müdigket).

Vielleicht kannst du ja mal deinen Tagesablauf und deinen Alltag auf solche ,,Schwachstellen" prüfen und schauen, ob du etwas im Ablauf verändern kannst, damit du nicht so oft in diesen Ess-Brech-Rhythmus fällst. Ich versuche das nun hoffentlich mit Hilfe einer Therapie zu schaffen.

P.S. Und die Folgeschäden sind es wirklich nicht wert, bei mir ist es aktuell eine chronische Magenschleimhautentzündung, schlechte Haut, leichter Haarausfall, Blähungen und Dauerbauchweh.


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